Weshalb Du als Selbständiger mehrere Einnahmequellen haben solltest

Einnahmequellen
 

Sicherlich hast Du Dich als Selbständiger auch bereits mit der Frage befasst, welches für Deine Produkt- oder Dienstleistungsidee der beste Weg ist, um hiermit Einkommen zu erzielen: Wo sind die unternehmerischen Risiken, die Du trägst, am geringsten? Welcher Weg bietet die besseren Einkommenschancen? Welcher ist am zukunftsträchtigsten? Und wo ist die Konkurrenz am geringsten?

Häufig denken wir bei diesen Fragen jedoch zu begrenzt und glauben, uns auf einen Weg, d.h. eine Einkommensquelle beschränken zu müssen. Meist ist das der Verkauf von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen. Und dann entsteht leicht der Eindruck, dass wir unsere Risiken und unser Einkommen nur dadurch steuern können, dass wir die Preise und das Verkaufsvolumen variieren.

Dabei gibt es neben dem Verkauf von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen noch eine ganze Reihe weiterer nutzbarer Einnahmequellen, die wir häufig genug gar nicht erst in Betracht ziehen. In diesem Artikel möchte ich Dir daher einige weitere Quellen vorstellen und Dir darüber hinaus zeigen, weshalb es für Selbständige sehr sinnvoll sein kann, mehr als eine Quelle aktiv zu nutzen.

Verschiedene Einnahmequellen – ein Überblick

Verkauf von Waren: Neben der Erbringung von Dienstleistungen ist der Verkauf von Waren jeglicher Art sicherlich die verbreitetste Einnahmequelle für Selbständige. Hierbei erzielst Du Dein Einkommen entweder dadurch, dass Du Waren möglichst günstig selber kaufst und dann zu einem höheren Preis weiterverkaufst, oder dadurch, dass Du Deine Waren selber produzierst und zu einem Preis verkaufst, der über Deinen Kosten für die entsprechenden Rohmaterialien liegt.

Erbringung von Dienstleistungen: Bei Dienstleistungen steht nicht der materielle Wert eines physischen Produktes im Vordergrund, sondern der Nutzen, den Du für Deine Kunden durch Deine Tätigkeit und Dein hierbei eingesetztes Know-How und Deine Arbeitszeit erbringst.

Nutzungsgebühren: Je nach Art und Verwendungszweck der physischen Güter, um die es in Deinem Tätigkeitsgebiet geht, kann für Dich ggf. auch die Vermietung bzw. das Leasing infrage kommen. Für Deine Kunden ist das beispielsweise dann interessant, wenn sie die Güter nur für eine begrenzte Zeit benötigen (oder eine Ware auf diesem Wege erst einmal kennenlernen wollen) oder statt hoher Einmalzahlungen lieber regelmäßige und dafür niedrigere Zahlungen vornehmen.

Mitgliedsgebühren: Die Erzielung von Mitgliedsgebühren kann für Dich dann eine Einkommensoption sein, wenn sich Deine Kunden in dem Bereich, in dem Du tätig bist, regelmäßig aktuelle Informationen von Dir wünschen, die sie nicht ohne weiteres an anderer Stelle erhalten können, oder auch dann, wenn für sie ein großer Nutzen darin besteht, sich untereinander austauschen zu können. Hierzu kannst Du beispielsweise innerhalb Deines Internet-Auftritts einen entsprechenden Mitgliederbereich aufbauen oder ggf. auch auf regelmäßige Live-Veranstaltungen setzen.
Sinnvoll ist ein solches Mitgliedschaftsangebot vor allem dann, wenn Du bereits einen recht großen Kundenkreis hast, der über den bereits angesprochenen regelmäßigen Informationsbedarf verfügt und der auch seinerseits grundsätzlich recht kommunikativ ist, dass auch werthaltige Diskussionen zwischen den einzelnen Mitgliedern entstehen.

Lizenzgebühren: Einnahmen aus Lizenzgebühren kannst Du möglicherweise dann erzielen, wenn Du über nicht-materielle Werte wie beispielsweise ein Patent, eine eingetragene Marke oder die Rechte an einem Werk verfügst, für das bzw. die Du Deinen Kunden gegen entsprechende Gebühren Nutzungsrechte einräumst.

Maklergebühren bzw. Affiliate-Provisionen: Hinter diesen beiden Begriffen steckt letztlich dasselbe Prinzip zur Einkommenserzielung – der Begriff der Maklergebühren ist hierbei in der Offline-Welt üblich, während online in der Regel von Affiliate-Provisionen gesprochen wird. Als Makler vertreibst Du nicht Deine eigenen (materiellen oder immateriellen) Produkte, sondern die Produkte eines Auftraggebers, von dem Du hierfür eine Provision erhältst. Das kennst Du sicherlich von Wohnungs- und Versicherungsmaklern.
Entsprechend ist ein Affiliate ein Makler im Online-Marketing: Du bewirbst als Affiliate beispielsweise auf einer von Dir betriebenen Internetseite – zum Beispiel auf Deinem Blog – die Produkte anderer Anbieter und erhältst hierfür ebenfalls eine Provision. Wofür genau Du diese Provision erhältst, kann von Fall zu Fall unterschiedlich sein, beispielsweise dann, wenn ein von Dir vermittelter Interessent ein Produkt des Anbieters tatsächlich kauft oder teilweise bereits auch schon dann, wenn er auf der Website des Anbieters lediglich seine Kontaktdaten hinterlässt.

Weshalb Du mehrere Einnahmequellen kombinieren solltest

Aus meiner Sicht gibt zwei wesentliche Gründe, die dafür sprechen, sich nicht ausschließlich auf eine Einnahmequelle zu beschränken, sondern möglichst zwei oder drei Quellen miteinander zu kombinieren:

  • Einer der Gründe liegt eigentlich schon auf der Hand: Du reduzierst so Dein unternehmerisches Risiko. Denn Du kannst so – je nach Kombination der Quellen – beispielsweise unterschiedliche Kundengruppen ansprechen, andere Kommunikationswege zu Deinen Kunden nutzen (so dass Du nicht mehr so stark getroffen wirst, wenn einer dieser Wege einmal nicht mehr so effektiv funktionieren sollte) oder auch die Konkurrenz durch Mitbewerber reduzieren.

  • Wenn es Dir darüber hinaus gelingt, Deine Einnahmequellen so aufeinander abzustimmen, dass sie sich auch aus Sicht Deiner Kunden sinnvoll ergänzen (also keinen unternehmerischen „Gemischtwarenladen“ mit Produkten und Einnahmequellen zusammenschusterst, die nichts miteinander zu tun haben), hast Du auch gute Chancen, nebenbei Deinen Umsatz und so Dein Gesamteinkommen zu erhöhen.

Zusammenfassung

Was Du nun kennengelernt hast, war ein grober Überblick über einige Einnahmequellen, die Dir als Selbstständigem grundsätzlich zur Verfügung stehen. Die obige Liste lässt sich weiter ergänzen, und insbesondere lässt sie sich – so, wie bei den Maklergebühren bereits angedeutet – noch feiner unterteilen.

Alternativ könnten wir Einnahmequellen auch nach anderen Kriterien unterscheiden. Beispielsweise danach, ob sie sich besonders gut in der „realen“ Offline-Welt oder sich auch online, d.h. mit dem Internet nutzen lassen. Oder wir könnten schauen, ob Du hiermit in der Regel sogenanntes aktives Einkommen erzielst (ein klassischer Job, aber auch selbständige Arbeit für Kunden erzielt aktives Einkommen: hörst Du auf zu arbeiten, kommt auch kein Einkommen mehr), oder ob diese Quelle auch geeignet ist, hiermit passives Einkommen zu erzielen (das ist Einkommen, das nach einmal getaner Arbeit immer wieder fließen kann, ohne dass Du ständig dafür arbeiten musst).

Wichtig ist in jedem Fall, dass Du Dir bewusst machst, dass es für Dich als Selbständigem wichtig ist, im Hinblick auf Deine Einkommensquellen nicht zu „eng“ oder zu sehr in gewohnten Bahnen zu denken: Du kannst durch die sinnvolle Kombination mehrerer paralleler Quellen nicht nur Dein unternehmerisches Risiko senken, sondern so auch gleichzeitig Deine Einnahmen und Deine Attraktivität für Deine Kunden spürbar erhöhen.

Entschuldigung, Kommentare zu diesem Artikel sind nicht möglich.

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